Auf einer Baustelle im Norden Darmstadts, nahe der Kranichsteiner Straße, stieß das Team beim Aushub auf ein unerwartetes Profil: Unter einer dünnen Humusschicht lag ein stark verwitterter, rötlich-brauner Ton, der mit zunehmender Tiefe in klüftigen Sandstein überging. Solche Übergänge sind typisch für Residualböden, die direkt aus dem anstehenden Gestein entstehen. Für die Tragfähigkeitsbewertung reichen Standardverfahren oft nicht aus. In diesen Fällen kombinieren wir die Klassifikation von Böden nach DIN 18196 mit spezifischen Laborversuchen, um die Restfestigkeit und das Quellverhalten korrekt zu erfassen.

Residualböden in Darmstadt zeigen oft eine starke Abnahme der Festigkeit innerhalb der ersten drei Meter – eine gezielte Charakterisierung ist unverzichtbar.
Technische Details zur Leistung in Darmstadt
- Korngrößenverteilung nach DIN 18123 – oft hoher Feinkornanteil (30–50 %)
- Fließ- und Ausrollgrenzen nach DIN 18122 – tonige Residualböden erreichen mittlere Plastizität
- einaxialen Druckversuch an ungestörten Proben – Festigkeiten zwischen 50 und 300 kN/m²
Field demonstration
Lokale geotechnische Bedingungen in Darmstadt
Darmstadts Stadtentwicklung nach dem Zweiten Weltkrieg brachte viele Bauprojekte auf Flächen mit oberflächennahem Fels und mächtigen Residualböden. Das Hauptrisiko liegt in der starken Heterogenität des Verwitterungsprofils. Innerhalb weniger Meter kann die Festigkeit von felsartig auf weich-tonig abfallen. Besonders kritisch sind Einschnitte für Kellergeschosse und Tiefgaragen: Ohne detaillierte Charakterisierung drohen ungleichmäßige Setzungen und lokale Grundbruchversagen. Bei Hanglagen im Osten der Stadt kommt erschwerend die Erosionsanfälligkeit der oberen Bodenschichten hinzu.
Unsere Leistungen
Unser Labor bietet gezielte Analysen für Residualböden an – von der Feldaufnahme bis zum detaillierten Gutachten.
Felduntersuchung und Probenahme
Schürfgruben und Kernbohrungen zur Gewinnung ungestörter Proben aus der Verwitterungszone. Dokumentation des Schichtenverlaufs und der Klüftigkeit des anstehenden Gesteins.
Laboranalytik und mineralogische Bewertung
Bestimmung von Korngröße, Plastizität, Quellpotential und Festigkeit. Ergänzende XRD-Analyse zur Identifikation quellfähiger Tomminerale (z. B. Smectite) nach DIN 18130.
Häufig gestellte Fragen
Warum unterscheiden sich Residualböden von anderen Böden in Darmstadt?
Residualböden entstehen durch chemische Verwitterung des anstehenden Grundgebirges und behalten dessen mineralogische Signatur. Im Gegensatz zu transportierten Lockergesteinen zeigen sie einen allmählichen Übergang vom zersetzten Material zum festen Fels. In Darmstadt variieren sie stark je nach Gesteinsart am Standort.
Welche Laborversuche sind für Residualböden am wichtigsten?
Neben der üblichen Korngrößenanalyse und den Atterberg-Grenzen ist der einaxiale Druckversuch an ungestörten Proben zentral. Er liefert die Druckfestigkeit, die oft den Grenzwert für die Gründungsebene vorgibt. Bei quellfähigen Böden ergänzen wir Quellversuche nach DIN 18130.
Wie viel kostet eine Charakterisierung von Residualböden in Darmstadt?
Die Kosten liegen je nach Umfang der Feld- und Laborarbeiten zwischen 660 und 2.830 Euro. Für eine genaue Kalkulation berücksichtigen wir die Anzahl der Aufschlüsse und die erforderlichen Spezialversuche wie XRD oder Quellversuche.